Freitag, 5. Februar 2016
Deutsch unendlich
Ich liebe die deutsche Sprache. Weil sie wie ein Baukastensystem funktioniert. Deutsch ist im Prinzip wie Lego. Man kann alles zusammenstecken. Zumindest was Nomen angeht.

Sie mögen mir das nicht glauben, aber ich habe da kürzlich ein supergeniales Wort gelesen, eines, das nur im universitären Kontext geboren wird. Eines, das für sich in Anspruch nehmen darf das längste tatsächlich in Gebrauch befindliche Nomen innerhalb des deutschen Sprachraums zu sein:

Körpergewichtreduktionsrehabilitationsprogramm

Kein Witz.

Und erst wenn jeder Syrer das fehlerfrei aussprechen und schreiben kann ist die Integration gelungen.

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Sonntag, 22. November 2015
A Drummer
Meine Musikkarriere hat früh geendet. In der zweiten Klasse erklärte mir Herr Bader, dass ich nicht singen könne (und damit hatte er Recht). Meine Eltern versuchten es noch mit einem Instrument, aber nachdem ich meine Flöte verloren und nie wiedergefunden habe, erzählte ihnen Klavierlehrer-Bernd dann, dass ich den Amiga 500 dem Klavier vorziehe und aus mir niemals ein Pianist wird.

Trotzdem hat sich in mir die Passivliebe für Musik erhalten. Phillip Boa, New Model Army, Nirvana, Pink Floyd, Faith No More.

Und Nine Inch Nails. Und ein paar dieser Lieder, die sich für immer ins Hirn braten. Neee, nicht "Hurt", das Johnny Cash gecovert hat. "Wish". Mit der Eingangszeile "this is the first day of your last days"

Ja....und ich habe in den Konzerten immer die Drummer bewundert. Einerseits geben die den Rhythmus vor, andererseits müssen die zig Dinge gleichzeitig machen. (Versuchen Sie ruhig mal, zwei verschiedene Rhythmen gleichzeitig zu klopfen). Eventuell machen die auch mal vier verschiedene Dinge gleichzeitig. Um Drummer zu sein muss man ein klein wenig schizophren sein.

Hier haben wir Josh Freese und er trommelt "Wish" mit Trent Reznor und den Nine Inch Nails.

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Samstag, 14. November 2015
Fluctuat nec mergitur


Für die Fußball-EM habe ich Karten. In Paris. Vorrundenspiel. Wer gegen wen ist mir dabei egal. Wie mir auch Sicherheitsfragen echt egal sind.

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Dienstag, 10. November 2015
Eine Stunde lang
heute Vattern telefonisch erklärt, wie man sich einen neuen Browser runterlädt und den gesamten Prozess begleitet. Weil er ein "Riesenproblem" hatte, das unter anderem damit zu tun hatte, dass er per Internet Explorer ins Internet geht und das mutmaßlich mit einer Explorerversion des Jahres 2008 oder 2009. Und für mich ist IE sowieso bäh.

Nun ist er zwar pragmatisch und bereit, neue Dinge auszuprobieren solange das halt funktioniert, aber gleichzeitig ein klein wenig neutechnologiefremd und schreibt sich alles auf Fresszettel auf: Sein Wlan-Passwort, wie er Schritt für Schritt zu seinen Mails kommt, wie er einen Brief schreibt. Kurz: Alles was mit dem PC zu tun hat landet auf einem quadratischen Fresszettel. Mit Fresszetteln kann ich aber nicht. Da krieg ich echt ne Krise und ich kann echt viel Chaos ab, weil ich sowieso ein Chaot bin. Ich weiß nicht, wie lange ich den Fresszettel mit dem Wlan-Passwort schon gesucht habe. Er blieb unauffindbar. Das ist die näxxte Baustelle.

Die aktuelle Baustelle haben wir mittels Fernbedienung gelöst. In dem Fall teamviewer. Das fand er seeeehr spooky. Er hat keinerlei Problem damit, wenn ich mich an seinen PC setze und er mir dabei über die Schultern schauen kann. Er hat aber klar ein Problem damit, wenn ich mich von entfernt in seinen PC einklinke und das von fern steuere und dann sein Mauszeiger Dinge ohne sein Zutun macht. Da versteht er die Technik dahinter nicht. Verbesserungen seines "Arbeitsablaufs" hat er akzeptiert, aber er war wohl auch froh, wie er dann um halb10 abends seinen noch angeblich obliegenden Aufgaben nachkommen konnte. Die ihm vor der Problemlösung 2 Stunden lang noch relativ egal waren.

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Dienstag, 27. Oktober 2015
Alles hat ein Ende
Wurst ist also krebserregend. Wumm. Schrecklich. Weniger für mich, weil ich Wurst nie mochte und mein Konsum daher gegen Null tendiert. Rinderfilet schon eher, aber auch deutlich unter den Durchschnittswerten der Bevölkerung. Mein Tabakkonsum dürfte deutlich riskanter sein.

Aber ich sehe das schon vor mir:

Wurst ist die neue Zigarette!

Ganz im Sinne des Gesundheitsschutzes erahne ich bereits die EU-Richtlinien, die den Italiener um die Ecke zwingen, die Pizza Diavolo und die Spaghetti Carbonara als lebensgefährdend auf der Speisekarte auszuweisen.

Ich sehe bereits die Klagen gegen die Parmaschinkenproduzenten wie seinerzeit gegen Phillip Morris und die Tabakindustrie.

Psychiater werden sich überlegen, ob sie Patienten ab der zweiten Currywurst täglich als latent suizidal einstufen sollen.

Der Metzger, der vor der Fleischtheke Warnhinweise anbringt und den Aufschnitt verpackt in Tütchen mit abschreckenden Bildern von Darmkrebs, Polypen des Darmgangs und Koloskopien verkauft.

Und dann natürlich werden die ganzen Wurstprodukte -ganz im Sinne des Kinder- und Jugendschutzes- selbstverständlich nur noch an Volljährige abgegeben und die Salami oder das Wurstbrötchen nur noch gegen Vorlage des Ausweises verkauft.

Selbst althergebrachtes Liedgut bekommt auf einmal eine ganz neue Bedeutung: "Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei" enthält bei genauerer Betrachtung eine schon philosophische Erkenntnis über die Endlichkeit des menschlichen Lebens.

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Sonntag, 25. Oktober 2015
Make'em red

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Donnerstag, 1. Oktober 2015
Spätestens dann,
wenn man als JVA-Besucher mit Namen begrüßt wird (so geschehen heute), ist es Zeit, dass das alles ein Ende hat. Hat es jetzt auch. Zumal man Routinen entwickelt, die irgendwie nicht wirklich gesund sind: Beispielsweise alles -wirklich alles- von der Armbanduhr bis zum letzten Schnitzel Papier ins Schließfach räumt, während sie meinen Reisepass kontrollieren und nebenbei über die Stempel und Visa smalltalken und übrigens hat letztens der Gürtel angeschlagen, der sollte also auch noch weg.

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Mittwoch, 16. September 2015
Grenzen überwinden
Das Motto zur 25-Jahr-Feier der deutschen Einheit ist einfach grandios.

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Mittwoch, 9. September 2015
San Juan del Sur, Nicaragua
Einer der Orte, die eigentlich buchstäblich auf der Strecke geblieben wären, rechts liegengelassen. Aber weil Nicaragua halt einfach toll ist -und ehe der Boom kommt und der wird unweigerlich kommen- ....kann man mal hin, wenn man entweder surft oder einfach mal ein wenig entspannen will.

Dabei kann man mal nachdenken:
Es ist Zeit einmal ein paar Buchstaben zu verlieren über die zentralamerikanische Esskultur. Oder besser Unkultur.



Wir wollen es mal so sagen: Die Palette an Gerichten und Zutaten ist nicht sonderlich vielfältig und daher wird die Ernährung schnell relativ einseitig. Im Grunde gibt es meist Reis mit Bohnen.

Wenn Sie genug von Reis mit Bohnen haben, dann können Sie auch ausweichen auf Bohnen mit Reis. Und wenn Ihnen auch das nicht mehr taugt, dann bestellen Sie zum Frühstück einfach mal Gallo Pinto. Das ist -Sie ahnen es- Reis mit Bohnen.



Die Costa-Ricaner sind dann aber doch sehr erfinderisch und haben ein Superduper-Nationalgericht: Casado. Das wiederum: Reis mit Bohnen, die aber innovativerweise nicht wie sonst üblich bereits in der Küche vermengt werden sondern stattdessen -surprise- getrennt auf dem Teller serviert werden.



Gut, Sie können Reis mit Bohnen und Bohnen mit Reis auch umgehen. Dazu müssen Sie einen der folgenden Läden aufsuchen:

Pollo Campero
Pollo Estrella
MiPollo
Don Pollo
Tip-Top
El Pollo Loco
Pollo Tropical
Pollo Ranchero
Pollo Frisbys
Pollos Carioca
Rostipollos
Pollo Rey
Rey del Pollo



Sollte Ihnen dabei das Wort "pollo" aufgefallen sein: Das ist kein Zufall. Es bedeutet Huhn. Fehler können Sie dabei keinen machen, weil das Angebot in sämtlichen Etablissements daraus besteht, Hühnchenkleinteile zu frittieren und man sich unweigerlich fragt, wo um Himmels Willen die ganzen Hühner wohl herkommen oder ob es bereits gelungen ist, Hühner mit 8 Flügeln zu züchten.

Und dann machen wir mal schnell einen Abstecher nach Costa Rica.

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Sonntag, 6. September 2015
Warum nicht....?
....einfach mal einen Reiseführer für 5.476,48 € kaufen?

Sollte was können bei dem Preis. Man fragt sich nur, wie man auf genau den Preis kommt.

   ... Fundstuecke
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